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   Insektenfreundliche Gartengestaltung

Den Garten bienen- und insektenfreudlich zu gestalten, ist Grundvorausetzung für ein gutes Nahrungsangebot und für einen dauerhaften Mietvertrag mit den Bienen im Garten. Bei Nahrungsmangel oder fehlenden Nistmöglichkeiten sind die Bienen gezwungen, sich einen anderen Lebensraum zu suchen.
Pflanzen Sie einheimische Sträucher, wie z.B. Haselnuss, Schlehe, Pfaffenhütchen, Heckenrose oder Weißdorn. Als Kletterpflanzen eignen sich besonders Wilder Wein, Echtes Geißblatt, Waldrebe (Clematis) oder Wicken-Arten gut. Brombeeren sind typische Kletterpflanzen, die zwischen Juni und August blühen und damit vielen Bienen eine reiche Nahrungsgrundlage bieten. Als Gegenleistung erhalten sie eine üppige Beerenernte. Haben Sie vor einen Baum zu pflanzen? Dann entscheiden Sie sich doch für Weide, Obstgehölze, Eberesche, Linde oder für den Bienenbaum.  
  Grüner Zierrasen ist sehr pflegeaufwändig und bietet für Bienen nichts als eine grüne Wüste. Eine Wiese mit Kräutern und Blumen hingegen bringt Leben auch in Ihren Garten. Lassen Sie doch einmal wachsen und blühen, was sich von alleine ansiedelt. Zeigen Sie Ihren Nachbarn den gelben Löwenzahn, den Weißklee, oder die weiße Schafgarbe mit ihren Blütenbesuchern, den Bienen. Vielleicht flattern dann auch bunte Schmetterlinge in Ihrem Garten umher? Eine Umstellung vom Zierrasen zur bunten Blumenwiese dauert natürlich. Durch Einsaat von Blumen-Saatgut lässt sich dies beschleunigen. Eine Blumenwiese ist viel pflegeleichter als der Rasen, denn das regelmäßige Mähen entfällt.                          siehe Nabu  

Eine gute Orientierung für eine insektenfreundliche Gartenbepflanzung bietet das Bienenlexikon
des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

      

 

                 Schaffung von Nahrungsgrundlage und Lebensräumen für Insekten

 


      Erste Nahrung für Bienen im Frühling    (Blühzeiten eigener Garten, Bilder u.a. Pixabay)
       
        Februar
 
  Hasel  
Pollen:     Nektar:
Nieswurz  
Pollen:     Nektar:
Winterling  
Pollen:     Nektar:
       
      März
       
 
Schneeglöckchen  
Pollen:      Nektar:
Kornelkirsche  
Pollen:      Nektar:
Winterschneeball  
Pollen:     Nektar:
 
  Salweide  
Pollen:      Nektar:
Blaustern
Pollen:      Nektar:
Kuhschelle  
Pollen:      Nektar:
       
 
Krokus  
Pollen:      Nektar:
  Lungenkraut
Pollen:      Nektar:
Lavendelheide
     
Mirabelle
Pollen:      Nektar:
Sumpfdotterblume
Pollen:      Nektar:
 
Märzenbecher
Pollen:      Nektar:
 
       
       
        April
       
 
  Blutpflaume
 Pollen:      Nektar:
Blutjohannisbeere  
Pollen:      Nektar:
Felsenbirne  
Pollen:      Nektar:
       
 
Apfel  
Pollen:      Nektar:
Zierquitte  
Pollen:      Nektar:
Kirsche  
Pollen:      Nektar:
 
  Mandelbäumchen  
Pollen:    Nektar:
Traubenhyazinthen
Pollen:    Nektar:
Löwenzahn  
Pollen:      Nektar:
       
       
  Kriechender Günsel  
Pollen:    Nektar:  
Taubnessel  
Pollen:    Nektar:   
Berberitze 
Pollen:    Nektar:  

 

 

    Schaffen von Lebensräumen

  "Ideal für Wildbienen und viele weitere Tiere sind natürliche Niststrukturen: Offene Bodenflächen, sandige Böden, nicht versiegelte Naturwege, Steilwände, Abbruchkanten, Trockenmauern, Steinhaufen, Asthaufen, stehengelassene Pflanzenstängel und vieles mehr. Dem Erhalt von schon bestehenden, natürlichen Niststrukturen ist immer der Vorzug zu geben." (wildbee.ch)

 

  Erdnistende Wildbienen
Anlage eines Sandariums, Wildbienenecke


 
Natursteine Baumstämme mit Holzwurmlöchern morsches Totholz

 

 
  ruhige Ecke im Garten suchen, Form mit Steinen festlegen, Baumstämme pos-
tieren, Sand, Erde und Lehm bereitstellen, ca. 50cm tief ausgraben
      Sand und Erde mischen (1:1), danach mit Lehm (5:1, 6:1) mischen oder 
      gleich lehmhaltigen Sand verwenden
(eigene Mischung, mal sehen, ob es klappt)
 
  natürliche Gestaltung mit Steinen und Splitt Insektentränke integrieren
 
Löcher in Baumstämme bohren (2-8mm), Nisthäuschen aufstellen Schneckenhäuser für Mauerbienen auslegen
     
 
Noch das Hummelhaus integriert und man hat ein kleines Schmuckstück im Garten erschaffen.

 

 

Wildblumenwiese anlegen oder wachsen lassen

"Mit wenig Aufwand kann schon viel erreicht werden. Viel können wir der Natur zurückgeben und werden mit wunder-

baren Naturerlebnissen belohnt. Aus einem langweiligen Rasen wird eine Blumenwiese. Natursteine werden zu einer

kleinen Mauer gebaut. An sonnigen Tagen wärmen sich Tiere wie Echsen, Wildbienen und viele andere auf ihnen auf,

bei Regen finden sie hier Regenschutz und Unterschlupf.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn wir Gärten strukturieren: mit Hecken, mit Beeten, Holz, Sträuchern,

einer Kräuterspirale, einem kleinen Teich, einer Nisthilfe und einer Fläche aus Sand ...

 

Dafür muss man auch nicht viel Geld ausgeben - denn so Vieles ist bereits vorhanden und kann wiederverwenden werden!

Mit etwas mehr Toleranz entdecken wir die Schönheit im «Unkraut» - und wie oft dieses schöne Blüten hervorbringt die wiederum Wildbienen als wichtige Nahrung dienen! Auf einem Erdhaufen beobachten wir, wie die Natur ihn zurückerobert und staunen, welche Pflanzen alles darauf zu wachsen beginnen und wieviele kleinste und kleine Tiere ihn bewohnen..."  (wildbee.ch)

   
 
Baumscheiben anlegen und bepflanzen ein Stück Rasenfläche einfach mal wachsen lassen,
2x im Jahr möglichst mit der Sense mähen
     
   
  Löwenzahn blühen lassen Ein bisschen "Wildnis" akzeptieren 
     
 
  Achtsam sein,  hier könnte jemand leben. (z.B. Sandbienen)