Nisthilfen müssen gepflegt werden

Wildbienen handhaben die Reinigung alter Nistgänge sehr unterschiedlich.

Mauerbienen im Frühling sind eher putzfaul und beziehen lieber neue Röhrchen oder Bohrungen. Die Schilfröhrchen sind somit nach 2-3 Jahren mit Kokon- und Trennwandresten, abgestorbenen Bienenlarven, Pollenresten und Parasiten  zugemüllt und unbrauchbar. 

Scherenbienen und Löcherbienen im Sommer sind dagegen wahre Putzteufel. Sie reinigen penibel alle Reste heraus und beziehen die Bohrungen jedes Jahr wieder. 

Manchmal entstehen so richtige Müllberge.

Nisthilfen sind künstlich hergestellte Brutmöglichkeiten, welche die Wildbienen so in der Natur nicht finden. Deshalb muss man sich um seine neuen Mitbewohner kümmern. Aller 2-3 Jahre empfehle ich z.B. den Austausch der Röhrchen.
 

Jetzt könnten aber noch einzelne Kokons in den Röhrchen stecken. Was tun?

Schlupf aus der Black-Box

- belegte Röhrchen in Pappkarton legen

- Karton lichtdicht schließen

- Schlupfloch einschneiden  (7-8mm)

- Schlupfloch dem Licht abgewandt in

  ein Nisthäuschen stellen

Schilfröhrchen öffnen

Man öffnet die alten Schilfröhrchen vorsichtig und entnimmt die noch vorhandenen

Kokons. Diese reinigt man von Erdresten und Kotresten der Bienenlarven usw. und legt sie in ein kleines Kästchen mit Schlupflöchern (bei mir Schlupfschubladen).

Schublade BeeFriend Mini

Schlupfschublade

Schlupfkasten BeeFriend

Schlupf in Schublade

Die Bienen schlüpfen im Kästchen, verlassen es durch die Löcher und suchen sich eine geeignete Niströhre.